Tierhilfe FORTUNA e. V.
Tierhilfe FORTUNA e. V.

 

 

 

Unsere Igel

Am 15. Oktober 2016 fand die Brigitte, als sie mit ihren Katzen draußen war, hintereinander zwei kleine Igelmädchen, die für die Jahreszeit zu klein waren. Sie wogen 250 und 280g, so daß die Gefahr bestand, daß sie den Winter nicht überstehen würden.

Erstversorgt von der Tierrettung, durften sie dann Fritzis Gartenhütte beziehen, wo sie nun wachsen und gedeihen und sich als echte kleine Dreckbären outen.

Der ganze 16qm große Raum ist mit Zeitung ausgelegt, die täglich komplett erneuert werden muß, weil die sich erleichtern wo sie gehen und stehen, sogar in ihren Schlafhäuschen.

Am 17. zog dann ein Nachzügler - ein Bub - ein, den die Brigitte auch noch aufgelesen hatte, und nun ist es ein Geschwistertrio, das für den Winter "gemästet" wird und schon fleißig damit beschäftigt ist, in den diversen Schuhschachteln gemütliche Schlafnester herzurichten.

Mit der Wildkamera können wir sie schön auch nachts beobachten und sehen, daß sie alle drei gut futtern und sehr aktiv sind. Ein paar dieser Fotos sehen Sie unten in der Fotogalerie.

Da sie wirklich kleine Freßmaschinen sind und uns regelrecht die Haare vom Kopf fressen, würden wir uns über Spenden auf unser Konto sehr freuen!

 

10. November 2016: die "Kleinen" haben sich zu properen Klöpsen gefuttert und wiegen nun über 700g! Nun wird es Zeit, sie langsam schlafen zu legen. Die Temperaturen sinken und die Futtermenge wird langsam reduziert, so daß sie hoffentlich bald in den Tiefschlaf-Modus sinken.

 

23. November 2016: die Igel haben gestern einen Gesundheitscheck bei einer igelkundigen Tierärztin bestanden. Sie sind sehr gut im Futter (wiegen nun über 800g), haben aber teilweise Hautprobleme, für die wir nun Medikamente bekommen haben.

Mitte November sind sie auf Anraten des Wildtierpflegers im Münchner Tierheim in drei separate große (120 x 60 cm) Pappkartons mit eigenen Schlafhäuschen umgezogen.

Nun wären sie eigentlich sogar fit genug, in einem Freigehege in wetterfesten Häuschen zu überwintern. Dies wäre zudem die artgerechteste Haltung, denn in den Pappkisten sind sie nicht sehr glücklich. Die Möglichkeit für ein Freigehege von 25 qm wäre gegeben, allerdings fehlen uns die Mittel, es igeltauglich zu machen. Deshalb hier mal eine Liste, was benötigt wird. Vielleicht hat ja jemand Material oder möchte uns etwas spenden.

- 3 wetterfeste Igelschlafhäuschen

- 1 wetterfestes (und katzensicheres) Igelfutterhaus

- ca. 15 m Beetumrandung aus halbierten Rundhölzern, ca. 30 cm hoch, um den Garten ausbruchssicher zu machen.

Die finanzielle und auch die praktische Investition ist auf jeden Fall nachhaltig, weil wir dann auch zukünftig hilfsbedürftigen Igeln über den Winter helfen können.  

 

Anfang Dezember 2016: alle drei sind inzwischen eingeschlafen und gönnen ihrer Pflegemutti eine Versorgungspause

 

März 2017: der männliche Igel hatte den unruhigsten Winterschlaf und war auch der erste, der erwachte und recht bald recht aktiv wurde. Sein Milbenbefall war nicht schlimmer geworden, mußte aber erneut behandelt werden. Dennoch war er gewichtsmäßig in sehr guter Verfassung. Er durfte seinen Wohnkarton bald verlassen und hauste nun wieder in der ganzen Hütte).

Innerhalb wenier Wochen erwachten dann auch die Schwestern und verließen ihre Schlafkartons.

Die Hüttentür stand nachts einen igelbreiten Spalt weit offen und so hatten sie die Möglichkeit, erste Ausflüge in die Gärten zu wagen, kamen aber nachts noch meist in ihre angestammten Schlafhäuschen im Inneren der Hütte zurück.

Das Futter stand nun vor der Hütte in einem Igelfutterhaus und das Naßfutter wurde Zug um Zug eingestellt, um sie zu aktiver Futtersuche zu animieren.

Die beiden Mädchen wurden recht schnell selbständig und fanden wohl bald eigene Unterkünfte in den Gärten.

Der Bub blieb noch sehr lange und zog erst langsam Anfang April aus, übernachtete aber sporadisch immer noch gerne in seinem Schlafhäuschen in der Hütte.