Tierhilfe FORTUNA e. V.
Tierhilfe FORTUNA e. V.

 

 

Lornas Silvester 2017

Dieser Jahreswechsel war ein schlimmes Erlebnis für Lorna: sie war mit Freunden zum Feiern in ein schickes Hotel eingeladen und freute sich darauf, endlich mal alle Sorgen zu vergessen und unbeschwert zu feiern. Doch schon am frühen Abend mußte sie in der Hotelanlage ca. 40 ausgemergelte, teilweise verletzte, einäugige und etliche trächtige Katzen entdecken.

Das Hotelpersonal versucht, das Problem zu lösen, indem die Katzen verjagt werden und den Gästen das Füttern verboten wird. Derzeit ist keine Urlaubssaison und so leiden die Katzen wirklich lebensbedrohlichen Hunger.

Lorna hat immer Futter im Auto, und so war es ihre erste Handlung, die Katzen zu füttern - nachdem sie eine ausgiebige Runde geweint hatte.

Weiterhin konnte sie das Hotelmanagement davon überzeugen, daß die einzig sinnvolle Maßnahme ist, die Katzen zu kastrieren und Futterstellen für sie einzurichten. Gottseidank sind die Leute kooperativ und so ist es nun Lornas zusätzliche Aufgabe, in den nächsten Wochen und Monaten alle Katzen mit Fallen einzufangen und zu kastrieren.

Wie sie das nur stemmt, neben ihrer Vollzeitarbeit und all den anderen Katzenkolonien, die auf der ganzen Insel verteilt sind und die sie zweimal täglich versorgt!

Lorna macht das alles auf eigene Kosten, auch hier sind wir beeindruckt, wie sie das schafft. Natürlich schicken wir ihr Geld und Futter, so viel wir können, aber das ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Fazit: SPENDEN HERZLICH WILLKOMMEN!!!

Hier finden Sie unsere Kontoverbinung.

Weitere Fotos über den Fortgang dieser Aktion werden nach und nach eingestellt.

 

Februar 2017: Herzlichen Dank! Es sind etliche Spenden eingegangen, die umgehend an Lorna überwiesen wurden!

Zwischenzeitlich gab es ein weiteres Drama: in dem Hinterhof, in dem sich die Katzen aufhielten, wurde eine riesige Baustelle eröffnet und die Katzen verloren ihr Refugium. Lorna war regelrecht panisch, hatte zudem erst die Hälfte der Katzen einfangen und kastrieren lassen. Nun sind die Katzen extrem verschreckt und lassen sich noch schwerer einfangen. Anbei ein paar Suchbilder der Baustelle mit versteckten Katzen.

 

April 2017: Lorna konnte bis auf zwei extrem verängstigte Katzen alle kastrieren und kommt täglich zum Füttern, obwohl sie das zeitlich (und finanziell?) kaum schafft neben all den anderen Futterstelle auf der ganzen Insel und ihrem Vollzeit-Job.

Die Katzen sind in deutlich besserer Verfassung, gut gefüttert und sehr viel gesünder als am Jahresanfang. Das Hotelmamagement akzeptiert Lornas Engagement, wenn es auch in keiner Weise selbst aktiv werden würde, da die ja "nicht ihnen gehören". Borniert - besonders wenn man sich die viele positiven Beispiele, besonders z. B. in der Türkei ansieht, in denen Hotels Katzenhäuser einrichten, sie füttern und kastrieren. So etwas ist für Westeuropäische Touristen ein schönes Urlaubserlebnis. Ausgemergelte und kranke Katzen und Hunde im Urlaubsland sind eher belastend für Touristen aus tierliebenden Ländern.

Hier ein Video von einer der Fütter- und Einfangaktionen:

 

 

 

Lornas Arbeit auf Malta

Lorna

Das ist Lorna! Hier möchten wir ihre selbstlose und auch extrem kräftezehrende Arbeit auf Malta vorstellen.

Lorna arbeitet Vollzeit in einem Büro und versorgt im Alleingang zusätzlich 365 Tage im Jahr zweimal täglich(!) 15 Katzenkolonien mit insgesamt ca. 90 Straßenkatzen, an denen sie füttert, Neuzugänge und halbwüchsigen Nachwuchs einfängt und kastrieren läßt und immer wieder auch offensichtlich gezielt ausgesetzte Familien- und auch Rassekatzen findet. Diese Katzen kann sie nicht auf der Straße lassen, denn sie sind mit einem selbständigen Leben vollkommen überfordert.

Ihre Pflegekatzen, ausgesetzte, kranke und kleine Katzen bringt sie auf Pflegestellen auf der ganzen Insel verteilt unter, denen sie Futter, Streu und sämtliches Zubehör stellen und auch laufend bringen muß. Dazu kommen die Tierarztbesuche und -kosten für die Kastrationen, Impfungen und Behandlungen der häufig kranken Katzen. In der Regel versorgt sie 10 bis 25 Katzen auf den Pflegestellen, die oft auch nur mehr oder weniger belastbar, fürsorglich und zuverlässig sind.

 

Wir übernehmen nur zahme, definitiv ausgesetzte Familienkatzen und zutrauliche Babies, in der Hoffnung, sie vermitteln zu können. Hin und wieder gelingt Lorna eine zufriedenstellende Vermittlung auf Malta, aber in der Regel ist es sehr schwer, denn das Bewußtsein und Verantwortungsgefühl tierischen Familienmitgliedern gegenüber ist dort kulturbedingt nur gering ausgeprägt.

 

So vermitteln wir - die Spitze des Eisbergs! - immer wieder zutrauliche Katzen hier in Deutschland, weil sie auf Malta keine Perspektiven haben. Dennoch sehen wir die Vermittlung nicht als unsere Hauptaufgabe, sondern unterstützen Lorna in ihrer Sisyphus-Arbeit, die explodierende Vermehrung der Straßenkatzen einzudämmen und in der Bevölkerung Verantwortungsbewußtsein für ihre Mitlebewesen wachzurufen.

 

Hier ein paar Impressionen: