TIERHILFE FORTUNA e.V.
TIERHILFE FORTUNA e.V.

Kastration

Wir und unsere Tierschutzkollegen leisten einen riesengroßen Einsatz im In- und Ausland, um nicht gewollten Tieren ein gutes Leben zu ermöglichen. Es gibt eine schier nicht enden wollende Flut an tollen Wesen, die einfach entsorgt werden oder in diversen Tötungsstationen landen.

 

Aus diesem Grund möchten wir unter allen Umständen verhindern, daß sich unsere Tiere weiter vermehren. Auch nicht, wenn das Tier wunderschön ist und die Welpen im Freundeskreis untergebracht werden können. Der Freundeskreis soll lieber ebenfalls ein Tierschutztier adoptieren. Für jeden Wurf, der auch hier verhindert wird, haben wieder 4 bis 6 Tiere aus dem Tierschutz die Chance auf ein behütetes Leben.

 

Aus diesem Grund sind unsere Hunde und Katzen kastriert, bevor sie vermittelt werden, es sei denn sie sind noch zu jung.

 

In diesem Fall gibt es einen Passus im Abgabevertrag, daß die Adoptanden das Tier innerhalb des ersten Lebensjahres kastrieren lassen und uns den Nachweis erbringen müssen.

 

Leider werden Kastrationen bei Hunden recht kontrovers diskutiert, auch bei Tierärzten.

 

Unsere persönliche Erfahrung seit vielen Jahrzehnten ist jedoch, daß Hunde deutlich entspannter leben, sich viel wohler fühler und sehr viel weniger sozialen Streß haben, wenn sie kastriert sind - sowohl Hündinnen als auch Rüden.


Rüden können kastriert werden, sobald sie geschlechtsreif werden und beginnen, ihr Bein zu heben. Sie sollten vor Ende des ersten Lebensjahres kastriert werden, bevor sie sich unangenehme Eigenschaften, wie. z. B. Pöbeln mit anderen Rüden, angewöhnen. Sehr viele Rüden haben großen Streß bei Begegnungen mit Artgenossen, entweder weil sie als "Konkurrent" bedroht oder attackiert werden, oder weil sie selber im Geschlechterstreß andere Rüden attackieren. Oft müssen sie auch alles rammeln, was ihnen unterkommt: Welpen, Hündinnen, die gar nicht läufig sind, oder oder oder ...

 

Eine Kastration ist kein Ersatz für Erziehung, läßt aber manche Themen gar nicht erst manifest werden.

 

Hündinnen werden idealerweise vor der ersten Läufigkeit (mit 7 Monaten) kastriert. In diesem Fall ist die OP auch winzig, denn meist werden nur die Eierstöcke entfernt, die Gebärmutter bleibt im Hund, wenn sie noch nicht sehr ausgebildet ist.

 

Die Läufigkeit ist strapaziös für Hund und Mensch, ein zweiwöchiger Ausnahmezustand, in dem Freilauf und Begegnungen mit anderen Hunden kaum möglich sind. Dazu kommen die hormonellen Schwankungen, die die Befindlichkeit der Hündin stark einschränken. Vor der Läufigkeit werden sie meist "komisch", nach der Läufigkeit werden die meisten Hündinnen scheinträchtig, und das zieht sich dann über viele Wochen hin, incl. der vermeintlichen Babies, und kurz nachdem sie wieder "normal" ist, bahnt sich die nächste Läufigkeit an.

 

Dazu kommt die höhere Wahrscheinlichkeit, an Gebärmutter- oder Gesäugkrebs zu erkranken. Diese Gefahr wird durch eine Kastration (besonders vor der ersten Läufigkeit) drastisch minimiert.

 

Eine Kastration nach der ersten Läufigkeit ist nur bei groß werdenden Hündinnen tolerabel, da noch nicht ganz ausgeschlossen ist, daß sich eine frühere Kastration auf das Knochenwachstum auswirkt. Aber auch hier sind sich die Tierärzte nicht ganz einig.

 

Oft wird eingewendet, daß Hunde "kindlich", "unsicher", "unerwachsen" bleiben, wenn sie früh kastriert werden. Das ist meiner Erfahrung nach Humbug, denn zum Erwachsenwerden gehört so viel mehr als Geschlechtshormone. Und ich kenne unglaublich viele Hunde und habe selber seit Jahrzehnten fast ausschließlich früh kastrierte Rüden und Hündinnen, und kein einziger Hund war verstört dadurch. Im Gegenteil, bei manchen Hunden kann man eine deutliche Erleichterung bemerken, denn mit der "Fernsteuerung" durch in unserem Zusammenleben sinnloser Hormone sind sie sehr von ihren Menschen abgelenkt, obwohl sie eigentlich lieber in Harmonie mit ihnen leben möchten.

 

Ich kenne KEINEN EINZIGEN Hund, der durch die Kastration Nachteile erlitten hat.

 

Und: die Hunde erholen sich sehr schnell nach der OP wieder, es ist kein großer Eingriff, wie manche Menschen befürchten. Meist sind sie nach der Narkose, spätestens am nächsten Tag, wieder ganz die alten.

Ljuba

Unser Freund in Rumänien

Seit 2020 unterstützen wir nahezu exclusiv ein kleines Shelter in Sibiu/Rumänien, das von unserem Partner Ionuț 

Stanciu gegründet wurde. Ionuț hat ein riesengroßes Herz für Tiere und Menschen und ist darüberhinaus auch sehr professionell im Umgang mit Tieren in allen erdenklichen Situationen.
Hier stellen wir seine Arbeit im Detail vor.

Ionuț arbeitet permanent an seinen Belastungs- und finanziellen Grenzen, deshalb sind Spenden dringend benötigt und herzlich willkommen!
All unser Geld aus Spenden und Schutzgebühren schicken wir komplett an Ionuț.
Spendenquittungen stellen wir gerne aus.

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© Friederike Rajmann

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